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Selbstgemachte Tofu-Nudeln

Selbstgemachte Tofu-Nudeln

Frische Nudeln aus nur zwei Zutaten – Seidentofu und Mehl. Ganz ohne Ei, dafür schön proteinreich.

Selbstgemachte Nudeln klingen aufwendig – mit Seidentofu und Mehl brauchst du aber nur zwei Zutaten, kein Ei und kein spezielles Werkzeug. Der Seidentofu bringt genug Feuchtigkeit und Bindung mit, um einen geschmeidigen Teig zu ergeben, und liefert nebenbei Protein, das klassische Nudeln nicht haben. Wichtig ist, dass du ihn samt Flüssigkeit verwendest und nicht abtropfen lässt – genau diese Feuchtigkeit ersetzt hier das Ei. Das Ergebnis ist angenehm bissfest und nimmt Soßen gut auf, weil die Oberfläche selbstgemachter Nudeln rauer ist als die gekaufter. Und weil der Teig ohne Ruhezeit auskommt, stehen die Nudeln in einer halben Stunde auf dem Tisch.

Tipps

  • Die Nudeln lassen sich gut vorbereiten und kurz in Salzwasser aufwärmen.
  • In der Pfanne mit etwas Öl angebraten werden sie schön knusprig – ideal für Reste vom Vortag.
  • Den Teig gut durchkneten: Mindestens 5 Minuten, damit sich das Klebergerüst bildet und die Nudeln nicht zerfallen.
  • Die Arbeitsfläche und den Teig großzügig bemehlen, sonst kleben die ausgerollten Bahnen zusammen.
  • So dünn wie möglich ausrollen – beim Kochen quellen die Nudeln noch spürbar auf.
  • Frische Nudeln brauchen nur 2–4 Minuten im sprudelnden Salzwasser. Sie sind fertig, wenn sie oben schwimmen.

Variationen & Ideen

  • Bandnudeln: Breiter schneiden – passt besonders gut zu cremigen Soßen.
  • Kräuternudeln: Fein gehackte Kräuter oder etwas Spinatpüree in den Teig kneten.
  • Vollkorn: Ein Drittel des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen – kräftiger im Geschmack.
  • Gebraten: Gekochte Nudeln mit Gemüse und Sojasauce in der Pfanne zu Bratnudeln verarbeiten.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Seidentofu abgetropft: Die Flüssigkeit wird gebraucht. Ohne sie wird der Teig krümelig und lässt sich nicht ausrollen.
  • Zu wenig geknetet: Ein zu kurz gekneteter Teig reißt beim Ausrollen und die Nudeln zerfallen beim Kochen.
  • Zu dick ausgerollt: Die Nudeln quellen beim Kochen auf und werden dann teigig statt bissfest.
  • Zu lange gekocht: Frische Nudeln brauchen nur wenige Minuten. Wer sie wie Trockenware behandelt, bekommt Matsch.

Nährwerte (ca. pro Portion)

Kalorien410 kcal
Eiweiß14 g
Kohlenhydrate60 g
Fett6 g
Ballaststoffe3 g

Aufbewahrung

Den Teig frisch verarbeiten. Gekochte Nudeln halten im Kühlschrank 1–2 Tage.

Häufige Fragen

Welcher Tofu eignet sich?

Seidentofu, unbedingt mitsamt der Flüssigkeit in der Packung. Fester Naturtofu funktioniert hier nicht – er bindet den Teig nicht.

Wie werden die Nudeln bissfester?

Den Teig länger kneten und dünner ausrollen. Außerdem kurz kochen: Sobald die Nudeln oben schwimmen, sind sie fertig.

Brauche ich eine Nudelmaschine?

Nein. Ein Nudelholz und ein scharfes Messer reichen völlig – so entstehen rustikale Bandnudeln.

Kann ich die Nudeln trocknen?

Kurzes Antrocknen (30 Minuten auf einem bemehlten Tuch) verhindert Verkleben. Zum Lagern eignen sie sich wegen des Tofus nicht – lieber kochen und einfrieren.

Welches Mehl ist am besten?

Weizenmehl Type 405 oder 550 funktioniert am zuverlässigsten. Dinkelmehl geht auch, der Teig wird aber etwas empfindlicher.

Wie viel Protein haben die Nudeln?

Deutlich mehr als klassische Eiernudeln – der Seidentofu liefert je Portion rund 8–10 g pflanzliches Protein.